Die nächsten Stadtranglistenläufe …

… fallen erwartungsgemäß den Corona-Beschränkungen zum Opfer. Dies betrifft die Jubiläumsausgabe des Messepokallaufs in seiner 50. Auflage, die folglich bis 2022 warten muss. Der Fockeberg- und der AOK-Fühjahrslauf retten sich voraussichtlich in den Herbst und könnten somit noch in diesem Laufjahr ausgetragen werden. So wird nach reiflicher Überlegung der Leipziger Frühjahrslauf vom 20.03.21 auf den 27.11.21 verlegt. Der ohnehin geplante Fockeberglauf am 06.11.21 könnte als Stadtranglistenlauf ausgeschrieben werden, vorausgesetzt, es findet sich eine terminliche Abstimmung mit der Crossmeisterschaft, die am selben Tag stattfinden würde. Alle Entscheidungen wurden notwendig, da davon auszugehen war, dass Läufe – in welcher Form auch immer – im März nicht werden stattfinden können. Die Variante von virtuellen Läufen ohne Wettkampfcharakter halten wir für die Stadtranglistenläufe hinsichtlich des Wertungsmoduses als nicht geeignet und letztlich zu intransparent. Wir bitten um Euer Verständnis und freuen uns auf ein hoffentlich baldiges normales Wettkampfgeschehen. Bleibt gesund!

Ausblick auf die Stadtrangliste 2021

Liebe Läuferinnen und Läufer,

das ob der vielen ausgefallenen Läufe sehr betrübliche Laufjahr 2020 ist vergangen, und es stehen schlussendlich gerade einmal vier absolvierte Stadtranglistenläufe in den Büchern. Aus den Endständen 2020 sind daher nur wenige Rückschlüsse zu ziehen, welche Läuferinnen und Läufer die Stärksten in ihren jeweiligen Altersklassen gewesen sind. Daher haben wir schweren Herzens auf die Durchführung unseres beliebten Läuferballs, der am 9. Januar stattfinden sollte, verzichtet.

Auch das neue Laufjahr 2021 weist im Kalender wieder 13 geplante Stadtranglistenläufe aus (die Terminaktualisierungen erfolgen in Kürze), wobei schon der Winterlauf am Auensee der erste Lauf sein wird, der der Corona-Krise zum Opfer fällt. „Wir haben auch nicht vor, diesen Lauf zu verschieben“, teilte uns Gesamtleiterin Ingrid Tröger mit. Da in absehbarer Zeit die uns infolge der Covid-19-Pandemie auferlegten Beschränkungen unseren Alltag prägen werden, gehen wir auch in diesem Jahr davon aus, dass es den Veranstaltern nicht möglich sein wird, alle geplanten Läufe stattfinden zu lassen.

Als Kommission haben wir jedoch entschieden, alle erfolgreich absolvierten Stadtranglistenläufe zu bepunkten und am Reglement der Wertung der besten sieben Läufe festzuhalten. Sollte die Gesamtanzahl der Läufe jedoch am Jahresende zu gering sein, werden wir versuchen, die bisherige Regelung (Streichwerte) den Gegebenheiten anzupassen. Die Forderung einer Mindestanzahl von vier Läufen besteht weiterhin, jedoch haben wir entschieden, die Pflichtlauf-Regelung der männlichen Aktiven zwischen der MHK und der M55 diesmal entfallen zu lassen.

Hoffen wir also auf kommende bessere Zeiten und wünschen Euch allen ein Laufjahr bei guter Gesundheit, mit optimalem Erfolg und viel Freude.

Rolf Elste gestorben

Am 28. Dezember ist im Alter von 86 Jahren das langjährige Mitglied des TSV 1893 Leipzig-Wahren, Rolf Elste, gestorben. Seit 1973 mit dem Laufen verbunden, hat er zehn Marathons und 20 Rennsteigläufe absolviert. Bereits 2011 musste er sich aus gesundheitlichen Gründen vom Wettkampfgeschehen zurückziehen, war aber regelmäßig zweimal pro Woche mit seinen Lauffreunden im Rosental und Auewald unterwegs.

Manfred Busse verstorben

Im Alter vom 82 Jahren ist Mitte dieser Woche mit Manfred Busse einer der dienstältesten und erfolgreichsten Leipziger Läufer plötzlich verstorben. In seinem Läuferleben hat der gelernte Ingenieur für Maschinenbau so ziemlich alles erreicht, was man als Autodidakt erreichen kann – zahlreiche Siege und Medaillen bei den DDR-Meisterschaften der Alterssportler, und auch nach der Wende brauchte sich der Senior mit seinen Leistungen nicht zu verstecken: in den Bestenlisten waren nur wenige Aktive besser als der Mann vom LC Taucha. Seine Laufbahn begann der ehemalige Straßenradsportler 1978 mit dem langen Kanten auf dem Rennsteig, dem er später mehr als 30 erfolgreiche Marathonläufe folgen ließ. Viel Lob erhielt er vom Laufvolk zudem als langjähriger Organisator des DREMA-Laufes und des Laufes rund um den Bismarckturm. Seinen letzten Stadtranglistenlauf absolvierte der Kakteen-Freak im Oktober 2018, ehe er sich aus gesundheitlichen Gründen vom aktiven Wettkampfgeschehen zurückziehen musste.

Rosemarie Pfeiffer verstorben

Ein Nachruf von Frank und Steffen Gottert (Leipzig Marathon e.V.)

1977, genau zu ihrem 39 Geburtstag, beschenkte sich die Leipziger Sportlehrerin selbst. In 3:53:55,4 siegte sie beim 1. Leipzig Marathon, damals noch KMU-Marathon (KMU= Karl-Marx-Universität) und machte so deutlich, dass der Marathonlauf auch bei den Frauen der Leipziger Laufbewegung angekommen ist. In der Szene war die Siegerin vom Leipziger Verein BSG Motor Ost freilich bekannt. 1973 startete sie bereits beim Göltzschtal-Marathon in Lengenfeld und stellte dabei mit 4:01:28 Std. den 1. DDR-Rekord der Frauen im Marathonlauf auf. Das ist bemerkenswert, weil erst 1982 der Marathonlauf für Frauen zur olympischen Disziplin erklärt und dann auch gefördert wurde.
1976 nahm sie am Marathonlauf der BSG Turbine Bewag in Berlin teil. Dort hatte sie das große Glück, gemeinsam mit dem 60-jährigen Altmeister der deutschen, später der DDR-Elite, dem Greizer Walter Tröger, laufen zu können. In der Berliner Abendzeitung erschien dazu ein Foto mit der Überschrift „Laufliebe“.

Rosemarie Pfeiffer Rosemarie Pfeiffer

Das gefiel der Leipziger Läuferin. Liebe zum Laufen – das war es, was sie trug, was sie als eine Wegbereiterin der Laufbewegung in Leipzig und darüber hinaus in der DDR ausmachte. Viele wohlbekannte Leipziger Läuferinnen, wie Katrin Dörre, Tatjana Semjonowa, Carina Schipp, Laura Clart oder Juliane Meyer wandelten bisher auf ihren Spuren. Das ist vielleicht das Schönste, was sie erreichen konnte.
Wir erinnern uns gern an Rosemarie Pfeiffer und trauern um sie.

Rosemarie Pfeiffer (18.06.1938 – 01.12. 2020)