13. Städtelauf Wurzen-Grimma – Mein erster Halbmarathon

– Laufbericht von Daniela Hafner – Bilder von Manfred Bunk & Mike Kaczmareck, LC Auensee –

Im letzten halben Jahr wurde mir so viel von der landschaftlich reizvollen Strecke berichtet, dass ich einfach neugierig darauf war, diese Strecke einmal selbst zu laufen. Nur die gut 21 km wollten geschafft werden. Die 10 km-Distanz war bis dahin kein Problem und so hieß es eisern, den ganzen Winter über, egal bei welchem Wetter, die Laufschuhe zu schnüren.

Und nun war das große Wochenende gekommen. Aus dem hohen Norden reiste ich am Samstag nach Grimma, ganz in die Nähe meiner alten Heimat, um meine Startunterlagen in aller Ruhe abzuholen. Die Nacht vor dem Lauf bekam ich vor Aufregung, der Zeitumstellung  und aus lauter Vorfreude kein Auge zu.

Am Sonntagmorgen, den 26.03.2017 wurde ich direkt von meinem Onkel Manfred Bunk vom Laufclub Auensee, zum Startpunkt Wurzener Marktplatz chauffiert – ein Großteil der Läufer kam per Shuttle-Bus – bestens organisiert und mit guter Laune – aus Grimma direkt zur Startlinie.

Auf dem Wurzener Marktplatz vor dem Start Start auf dem Wurzener Marktplatz
Um Punkt 10.00 Uhr fiel auch schon der Startschuss zum 13. Muldentaler Städtelauf – und ich als Hobbyläuferin war erstmals mit dabei. Eine kleine Ehrenrunde durch Wurzens Innenstadt und dann ging es nach einem kleinen Anstieg bis Dehnitz auf den noch gut 18 km langen Radwanderweg, der teilweise auf dem Gleisbett der ehemaligen Muldentalbahn angelegt wurde. Und so findet man unterwegs auch hin und wieder Hektometersteine, die an die alte Eisenbahnzeit erinnern.

... und los geht's! Bestens begleitet von Peter Strauß (li) und Radio-Leipzig-Moderator Roman Knoblauch (re)

Das Wetter war bei 13 Grad und Sonnenschein zum Laufen optimal.

In Oelschütz wurde man durch den Burkartshainer Carnevalsclub bejubelt und mit allen guten Wünschen für die weitere Strecke versehen. So ging es dann auch leichtfüßig weiter in Richtung Neichen und Nerchau. Einige Kreideaufschriften zierten den Asphaltweg, regten zum Schmunzel an und gaben Kraft, so z. B. „Durch Feenstaub und Sternenkraft hast Du`s bis hier geschafft!“ und „Weiter so – Grimma wartet auf Euch!“.

Dank der erstklassigen Organisation gab es an den Versorgungspunkten auch ausreichend zu trinken. Einmal flitzte ein kleiner, so ca. 7- jähriger Junge neben mir her. „Wo willst Du denn hin – auch nach Grimma?“ So bekam ich fragend die Antwort: „Nein, ich will nur Deinen leeren Becher“.

Kurz vor Golzern wurde die A14 unterquert. Am Brückenpfeiler befindet sich heute eine Tafel, die an das Jahrhunderthochwasser aus dem Jahre 2002 erinnert. Und weiter ging es nach Döben. Die Mulde zog sich ruhig rechts neben mir in ihrem Flussbett dahin und lieferte eine angenehme Kühle, Vogelgezwitscher und immer wieder freundlich Menschen, die uns Läufer anfeuerten. All das entschädigt für die Kraftanstrengung.

Die letzten 5 km standen an, die sich jedoch ordentlich wehrten. Nun musste doch ein wenig Musik auf die Ohren.

Auf dem letzten Kilometer Schlußspurt auf der Pöppelmannbrücke

Schnell noch ein Foto 1 km vor dem Ziel. Und nun auf zum Endspurt. Zieleinlauf Grimma-Pöppelmannbrücke, Zeit 2:26. Mein Ziel war es unter 2:30 zu bleiben und nicht als Letzte die Ziellinie zu überqueren. Beides hatte ich geschafft und bekam – wie alle Finisher – eine sehr schöne Erinnerungsmedaille. Auf der Vorderseite der Medaille sieht man das Logo des Städtelaufes und auf der Rückseite prangt das Lutherdenkmal mit Hinweis auf 500 Jahre Reformation.

Siegerin bei den Damen mit neuem Streckenrekord - Juliane Meyer Sieger bei den Herren - Hendrik Löschner

Im Ziel wartete schon mein Onkel Manfred, der mich vor und während des Laufes ordentlich motivierte, und mich nun freudestrahlend in Empfang nahm. Vielen Dank für all die Unterstützung!

Glücklich! Der Zielbogen auf der Pöppelmannbrücke

Ein wunderbarer Lauf, eine tolle Strecke und eine perfekte Organisation.

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